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Flexibilität beim Abrechnen neuer Produkte und Services

Essen, 7. Februar 2017 - Die Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH arbeitet seit Ende 2016 mit XAP.heizkosten. Die Abrechnungslösung der Somentec Software GmbH kommt parallel zu einer anderen ERP-Lösung zunächst für bestehende Verträge in der Verteilrechnung für Warm- und Kaltwasser, Gas und Wärme, bei Contracting, Stromdeputaten und privater Beleuchtung zum Einsatz. Rund 500 Nutzungseinheiten werden sukzessive bis Ende 2017 in der neuen Abrechnungslösung angelegt. Mittelfristig bietet die neue Software die Möglichkeit, zukünftige Geschäftsmodelle wie Mieter- und Quartierstrom, Strom für Elektromobile sowie Services rund um Smart Metering und Smart Home abrechnen zu können. "In Zeiten sinkender Margen im Strom- und Gasvertrieb wollen wir gezielt neue Geschäftsfelder erschließen", betont Vera Steiner, kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH.

Auslöser des Systemwechsels war der Umstand, dass in der bestehenden ERP-Software Spezialaufgaben jenseits des klassischen Strom- und Gasvertriebs nur unter größten Schwierigkeiten und unzureichend abgebildet werden können. Hinzu kamen zunehmend komplexe Abrechnungsanforderungen beispielsweise durch die Heiz- und Nebenkostenverordnung oder spezielle Kundenwünsche. Außerdem signalisierte der ERP-Anbieter, in diesem Randbereich die Systemweiterentwicklung einzustellen.

Bei ihrer Recherche nach Ersatz trafen die Niedersachsen auf die Somentec Software GmbH und XAP. Der erste Kontakt fand auf der E-world 2016 statt. Nach mehreren Präsentationen – davon eine in Wolfenbüttel mit unternehmensweiter Teilnehmerrunde – erteilten die Stadtwerke Anfang Juni 2016 den Auftrag. Seit November 2016 wird das System mit Daten gefüllt.

Etappenweiser Umstieg auf das neue System

Die Stadtwerke Wolfenbüttel haben sich bewusst für einen sanften Umstieg entschieden. Das heißt, die Abrechnung aller Spezialverträge wird rollierend bis Ende 2017 letztmalig im Altsystem durchgeführt. Anschließend werden die Daten etappenweise manuell nach XAP. überführt. „Das hat den Vorteil, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das System intensiv kennenlernen und den bestmöglichen Lerneffekt erzielen“, erläutert Steiner. „Da Menüs und Navigation ähnlich wie bei Microsoft-Produkten strukturiert sind, fällt der Umgang mit der neuen Software leicht.“ Was die Stadtwerke-Chefin an der neuen Software ebenfalls sehr schätzt, ist „die Möglichkeit, kleine Anpassungen im System selbst vornehmen zu können, ohne gleich den Hersteller beauftragen zu müssen.“

Wohnungs- und Immobilienwirtschaft im Visier

Mit der neuen Software sehen sich die Wolfenbütteler gerüstet, neue Geschäftsfelder offensiv anzugehen. Primäres Ziel ist die Immobilienwirtschaft. „Wir wollen Wohnungsgesellschaften und Gebäudebetreiber aller Art ansprechen und beispielsweise die Nebenkostenabrechnung anbieten“, skizziert Steiner die Pläne. Mieter- und Quartierstromangebote seien ebenfalls geplant. Im Zuge des Rollouts intelligenter Messsysteme habe man auch Angebote im Smart-Home-Bereich auf dem Radar. „Auf diesen Feldern sehen wir großes Potenzial“, so Steiner, „aber wir können dort nur erfolgreich sein, wenn wir in der Lage sind, bei Prozessgestaltung und Abrechnung hochflexibel zu agieren und zu reagieren. Dafür ist nun die Basis gelegt.“

Fit für neue Geschäftsmodelle

Für die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Somentec Software als Systemlieferanten sind die Stadtwerke Wolfenbüttel ein Musterkunde und der Beweis, dass die SHERPA-X-Strategie schlüssig ist. „Noch mögen Services im Bereich Heizkosten- und Mieterstromabrechnung vielerorts als Randnotiz wahrgenommen werden“, so Ronald Pfitzer, Geschäftsführer bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall und Somentec Software. „Mit Wolfenbüttel haben wir einen Kunden gewonnen, der unsere Auffassung teilt, dass hier große Potenziale für zusätzliche Deckungsbeiträge und Kundenbindung liegen. Deshalb haben wir unser Portfolio unter der gemeinsamen Dachmarke SHERPA-X bewusst und konsequent um passende Produkte und Dienstleistungen erweitert. Ob als Eigeninstallation, Software as a Service oder Process as a Service – wir machen unsere Kunden fit für neue Geschäftsmodelle.“