Pressemeldungen

Gemeinsamer Service

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Südweststrom arbeiten zusammen und bieten sich als Dienstleister für den intelligenten Messstellenbetrieb an. Ein Ziel: bedarfsgerechte Pakete schnüren und gemeinsam den Rollout vorbereiten. Zentraler Bestandteil des Angebotes ist laut den Unternehmen die Gateway-Administration.

„Unser Ansatz besteht darin, dass wir kleine und mittelgroße Stadtwerke im regionalen Netzwerk auf die bevorstehenden Herausforderungen im Smart Metering vorbereiten, indem wir sie flexibel und individuell mit modularen Lösungen unterstützen“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Ronald Pfitzer.

„Wir schnüren quasi ein Smart-Metering-Komplettpaket zum Wohlfühlen. Mit unserem Preisblatt für das gesamte darin abgebildete Leistungsspektrum ist es nun auch  mit konkreten Zahlen hinterlegt und praktisch buchbar.“

Geteilte Aufgaben
Südweststrom verantwortet dabei als verlängerte Werkbank für mehr als 150 Stadtwerke im Bereich Energiebeschaffung, Portfolio- und Bilanzkreismanagement sowie Energiedatenmanagement die Vermarktung und Organisation der Smart-Metering-Services.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall sind für alle technisch-operativen Themen des Rollouts und des Betriebs intelligenter Messsysteme zuständig, einschließlich der Abbildung der Markrolle des Messstellenbetreibers für intelligente Messsysteme.

Dazu zählt als zentraler Bestandteil die Gateway Administration. Diese bieten die Haller als Business Process as a Service an.

Stadtwerke-Netzwerk
Die Unternehmen haben eine gemeinsamen Informationsveranstaltung in Böblingen realisiert. Wesentliche Erkenntnisse waren, dass die Einschätzung und Bedürfnisse der Werke höchst unterschiedlich sind und sich viele im Bereich der Gateway-Aministration ein Full-Service-Angebot wünschen, heißt es in der Mitteilung.

„Umso wichtiger ist es, den Unternehmen nun passgenaue Pakete zu schnüren und sie bedarfsgerecht mit Informationen zu versorgen sowie gemeinsam geeignete Rollout-Strategien zu entwickeln“, so Philipp Herold, der die Smart-Metering-Aktivitäten bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall koordiniert.

Denn allmählich werde es ernst: „Bis zum 30. Juni 2017 müssen die Unternehmen bei der Bundesnetzagentur erklären, ob Sie grundzuständiger Messstellenbetreiber sein wollen und damit die Verantwortung für die Ausstattung von Messstellen mit modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen übernehmen möchten.In diesem Zuge müssen die Stadtwerke auch melden, wie viele Zählpunkte in welcher Verbrauchs- beziehungsweise Leistungskategorie in ihrem Netzgebiet umgerüstet werden müssen. Bei dieser Aufgabe leistet unser Rollout-Planer gute Dienste.“

Zertifizierung für GWA
Das Haller Rechenzentrum erfüllt seit Jahren die Anforderungen an ein hochverfügbares Rechenzentrum mit 24/7-Betrieb. „Die Zertifizierung des Rechenzentrumsbetriebs nach ISO/IEC 27001 – sie bescheinigt die Einführung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) – haben wir bereits geschafft“, berichtet Herold.

„Der darauf aufbauende GWA-Betrieb durchläuft aktuell den dafür notwendigen Zertifizierungsprozess. Mit insgesamt fünf erfolgreich absolvierten ISO/IEC-Zertifizierungen auf verschiedenen Gebieten verfügen wir über genügend Erfahrung, um die noch fehlende Erweiterung für die Gateway Administration bis zum Rollout-Start zuverlässig zu schaffen.“

Das nächste große Netzwerktreffen findet am 31. Mai erneut in Böblingen statt, unter dem Motto: Die eigene Pilotphase beginnt – Smart Meter Gateway Administration für Stadtwerke. Herold: „Weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen.“

Kooperation für Massendaten
Partnerschaften entstehen momentan auch auf anderer Ebene: Um die künftigen riesigen Datenmengen zu managen und neue Geschäftsmodelle daraus zu entwickeln, wird ein Meter-Data-Management nötig werden. Siemens und SAP wollen nun Energieversorgern eine Meter-Data-Management-Lösung anbieten.

Die beiden Unternehmen haben dafür eine globale Wiederverkäufervereinbarung unterzeichnet, die es SAP ermöglicht, künftig das Meter-Data-Managementsystem Energy-IP von Siemens zusammen mit seiner Unternehmenssoftware für Energieversorger zu vertreiben. Diese Kombination adressiert durchgängig digitale Geschäftsszenarien für Energieversorgungsunternehmen (EVU) weltweit.

Die Partnerschaft will laut den beiden Unternehmen Energieversorger dabei unterstützen, eine riesige, von Millionen vernetzter Zähler und Sensoren erzeugte Datenmenge in Echtzeit verarbeiten zu können, um Energieerzeugern und -verbrauchern, vom Großkraftwerk bis zum Microgrid, bessere Erkenntnisse und Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

„SAP sieht in dieser strategischen Partnerschaft eine einzigartige Möglichkeit für unsere Kunden, von dem Know-how und den Lösungen zur Integration von Informations- und Betriebstechnologie (IT/OT) zu profitieren, über die SAP und Siemens als Marktführer verfügen“, sagte Henry Bailey, Global Vice President der SAP Business Unit Utilities.

Umfassender Überblick
„Der Echtzeitzugriff auf Geräte- und Zählerdaten kombiniert mit Kunden- und Geschäftsdaten vermittelt Energieversorgern einen umfassenden Überblick über Kunden und technische Geräte. Dies wird das Umfeld, in dem die Energieversorger künftig agieren, verändern.“

Die Softwarelösung für Energieversorger wird unter dem Namen SAP Meter Data Management by Siemens vermarktet. Sie soll im Laufe des zweiten Quartals 2017 verfügbar sein, wie die Unternehmen weiter mitteilen.