
XAP.Inter-X
Ereignisgesteuerte Datenaustauschplattform
Die modernen Arbeitsabläufe in der Abrechnung von Energie und Dienstleistungen stellen vielfältige Anforderungen an die Infrastruktur eines EDV-Systems. Viele Energieversorgungsunternehmen setzen daher mehrere Softwareprodukte unterschiedlicher Anbieter ein.
Jedes Produkt ist für einen speziellen Anwendungsbereich optimiert (Verbrauchsabrechnung, Energiedatenmanagement, Customer Care etc.). Im Zusammenspiel bewältigen sie die Gesamtaufgabe. Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige Schnittstelle, die eine problemlose Interaktion zwischen den einzelnen Systemen ermöglicht.
Inter-X ist eine innovative Schnittstelle für den standardisierten und protokollierten Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Softwaresystemen innerhalb eines Energieversorgungsunternehmens.
Unternehmen, die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) der Verpflichtung zum Unbundling unterliegen, können mit Inter-X die Diskriminierungsfreiheit in der Datenkommunikation nachweisen.
Darüber hinaus kann mit Inter-X auch der Datenaustausch mit anderen Marktpartnern (Lieferanten, fremde Vertriebe) abgewickelt werden.
Technologisch richtungweisend
XAP.Inter-X funktioniert nach dem Prinzip eines "Schwarzen Bretts":
Ein System gibt seine vorgenommenen Änderungen "öffentlich" in einer standardisierten Form bekannt.
Die anderen Systeme können nun diese Informationen lesen, über ihre Relevanz entscheiden und sie anschließend im eigenen System verarbeiten.
Jedes System stellt die notwendigen Import- und Export-Funktionalitäten selbst zur Verfügung.
Für den Export ist lediglich zu gewährleisten, dass alle relevanten Datenveränderungen im definierten Inter-X-Format erfolgen. Für den Import sollte jedes System über geeignete Methoden verfügen, um die Abbildung der Datenveränderung im eigenen System fehlerlos durchführen zu können. Der Im- und Export sowie die Verwaltung, Definition, Steuerung und Dokumentation erfolgt über Tabellen eines Datenbank-Management- Systems (Oracle oder MS-SQL-Server).
Der Vorteil: Die Kontrolle, Dokumentation und der Zugriff sind über eine Datenbank besser und sicherer als über sequenzielle ASCII-Dateien zu realisieren. Inter-X garantiert damit absolute Revisionssicherheit, ein entscheidender Aspekt beim automatischen Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen.
Die Datentabellen von Inter-X können z.B. Bestandteil einer Datenbank der Abrechnungs- und Informationssoftware XAP, einer eigenen oder Teil jeder anderen Datenbank sein. Die genaue Einrichtung wird projektbezogen definiert. Die datenbankbasierte Schnittstelle macht den Datenaustausch zuverlässig und nachvollziehbar. Die Zeitpunkte der Schreib- und Lesezugriffe werden protokolliert und die Ergebnisse der Validierung festgehalten. Integrierte Prüfroutinen nehmen anhand der Einstellungen der Schnittstelle Plausibilitätstests vor.
Die Speicherung der Daten in den Protokolltabellen erfolgt ereignisorientiert. Jedes Datenbankereignis bzw. jeder Geschäftsprozess kann in Abhängigkeit von der Konfiguration einen Eintrag in der Protokolltabelle zur Folge haben. Die Ereignisse werden fortlaufend eindeutig nummeriert. Die Ereignisnummer wird für jeden Datensatz der Protokolldatei abgelegt. Ein Release-Wechsel bei den verbundenen Systemen ist meist unproblematisch, da nur die Ereignisstruktur geprüft wird und dort eventuelle Korrekturen durchgeführt werden.
Sobald ein Programm einmal an die Inter-X Schnittstelle angebunden wurde und die zugehörigen Geschäftsprozesse abgebildet sind, lässt sich der Datenaustausch mit allen Partner-Programmen jederzeit abwickeln, die Prozeduren bleiben stets gleich. Der Zugriff auf die Inter-X-Schnittstelle wird durch eine Funktionsbibliothek unterstützt, die als Dynamic Link Library (DLL) bereitgestellt wird. Die Verwendung dieser Funktionsbibliothek gewährleistet, dass alle Funktionen zur Verwaltung und Validierung innerhalb der Schnittstelle korrekt ausgeführt werden.
Den Datenaustausch bestimmen Sie
Der Datenaustausch kann grundsätzlich in beiden Richtungen (Import/Export) erfolgen. Bei jedem Projekt sollte die Richtung des Datenaustausches auf der Basis der individuellen Geschäftsprozesse eindeutig bestimmt werden.
Aufgrund der Verschiedenartigkeit der Systeme und der Arbeitsorganisation beim jeweiligen Anwender wird in den meisten Fällen ein System nicht ausschließlich als „führendes System” definiert. Vielmehr bestimmt man auf Basis einzelner Geschäftsprozesse das jeweils „führende System”.
Der Begriff „führend“ bezieht sich in diesem Zusammenhang also auf jenes System, in dem die Anlage und Änderung von Daten ursächlich und/oder ausschließlich durchgeführt werden. Diese Einstellungen lassen sich über das Customizing von Inter-X individuell einstellen. Die Definition der Datenströme ist nicht zuletzt zur Gewährleistung der Datenintegrität notwendig.
Sicher in die Zukunft
Die Schnittstelle Inter-X lässt sich von unterschiedlichen Systemen gleichzeitig nutzen. Doch die Zeit bleibt nicht stehen. Anforderungen und Kunden ändern sich. Inter-X ist strikt zukunftsorientiert und garantiert höchste Leistungsfähigkeit unabhängig von der Weiterentwicklung der einzelnen Systeme und eigener Modifizierungen. Deshalb bleiben die einmal getroffen Definitionen stets erhalten. Die Definition der Regeln und Vergabe neuer Schlüssel erfolgt an zentraler Stelle durch die Somentec Software AG. Jeder Anwender von Inter-X kann neue Regeln und Schlüssel jederzeit beantragen. Die neue Inter-X-Schnittstelle liefert somit ein Höchstmaß an Prozesskomfort und Flexibilität.
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